Über 40 % der Deutschen leiden unter Bluthochdruck (Hypertonie). Viele Betroffene fragen sich, ob sie trotz des erhöhten Blutdrucks die Sauna besuchen dürfen. Grundsätzlich ist Saunieren bei Bluthochdruck möglich, sofern du einige wichtige Punkte beachtest. Ein Experte erklärt dir, welche Auswirkungen die Sauna auf deinen Körper hat und worauf du als Bluthochdruck-Patient achten solltest.
Beim Saunieren wird dein Herz-Kreislauf-System zunächst stärker belastet. Die Haut- und Körpertemperatur kann auf bis zu 40 Grad Celsius ansteigen, was zu einer vermehrten Ausschüttung von Stresshormonen und einer erhöhten Herzfrequenz führt. Der obere, systolische Blutdruck steigt mit zunehmender Verweildauer in der Sauna an, während der untere, diastolische Wert nach einem anfänglichen Anstieg konstant bleibt.
Doch keine Sorge: Studien belegen, dass regelmäßiges Saunieren bei Bluthochdruck langfristig positive Effekte auf den Blutdruck hat. Eine Blutdrucksenkung tritt meist erst in der Ruhephase ein und hält lange an. Allerdings gibt es auch gewisse Risiken der Sauna bei Bluthochdruck, die du kennen und vermeiden solltest. In den folgenden Abschnitten erfährst du, wie du als Bluthochdruck-Patient sicher und effektiv saunieren kannst.
Grundlagen: Bluthochdruck und Sauna
Bluthochdruck, auch als Hypertonie bekannt, ist eine chronische Erkrankung, bei der der Blutdruck in den Arterien dauerhaft erhöht ist. Viele Menschen sind von dieser Krankheit betroffen, oft ohne es zu wissen, da Bluthochdruck nicht immer spürbare Symptome verursacht. Unbehandelt kann eine Hypertonie jedoch schwerwiegende Folgen haben, wie zum Beispiel ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Was ist Bluthochdruck?
Bluthochdruck wird durch zwei Werte definiert: den systolischen Druck, der während der Kontraktion des Herzens entsteht, und den diastolischen Druck, der während der Entspannungsphase des Herzens vorliegt. Als normal gelten Blutdruckwerte unter 120/80 mmHg. Von einer Hypertonie spricht man, wenn die Werte dauerhaft über 140/90 mmHg liegen.
| Kategorie | Systolischer Wert (mmHg) | Diastolischer Wert (mmHg) |
|---|---|---|
| Optimal | ||
| Normal | 120-129 | 80-84 |
| Hoch normal | 130-139 | 85-89 |
| Hypertonie Grad 1 | 140-159 | 90-99 |
| Hypertonie Grad 2 | 160-179 | 100-109 |
| Hypertonie Grad 3 | ≥ 180 | ≥ 110 |
Auswirkungen von Hitze auf den Blutdruck
Ein Saunagang hat einen besonderen Einfluss auf den Blutdruck und die Blutgefäße. Durch die Hitzeeinwirkung erweitern sich die Gefäße, was zunächst zu einem Absinken des Blutdrucks führt. Das Herz pumpt während eines Saunabesuchs bis zu dreimal mehr Blut durch die Adern als unter normalen Bedingungen. Nach dem Saunagang verengen sich die Blutgefäße wieder und der Blutdruck steigt vorübergehend an.
Für Menschen mit Bluthochdruck kann die Sauna sowohl Vorteile als auch Risiken bergen. Einerseits kann das regelmäßige Saunieren dazu beitragen, den Blutdruck langfristig zu senken und das Herz-Kreislauf-System zu stärken. Andererseits besteht während des Saunagangs die Gefahr eines akuten Blutdruckanstiegs, der bei falscher Anwendung zu Komplikationen führen kann. Daher ist es für Hypertonie-Patienten besonders wichtig, beim Saunieren einige Vorsichtsmaßnahmen zu beachten und sich vorab mit dem behandelnden Arzt abzustimmen.
Vorteile des Saunierens bei Bluthochdruck
Regelmäßiges Saunieren kann sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System und das Immunsystem auswirken. Gerade für Menschen mit Bluthochdruck bietet die Sauna viele Vorteile, solange einige wichtige Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden. Durch die Wärme während des Saunagangs erweitern sich die Blutgefäße, was zu einer vorübergehenden Senkung des Blutdrucks führt.

Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems
Studien belegen, dass Menschen, die regelmäßig saunieren, ein geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben. Eine finnische Untersuchung zeigte, dass bei 1-2 Saunabesuchen pro Woche das Risiko für einen plötzlichen Herztod um etwa 20% sinkt. Bei 4-7 wöchentlichen Saunagängen verringert sich das Risiko sogar um fast zwei Drittel.
Durch die Hitze in der Sauna erhöht sich die Herzfrequenz um rund 50%, was auf eine vermehrte Ausschüttung von Stresshormonen zurückzuführen ist. Dieser Effekt ist vergleichbar mit leichtem Ausdauertraining und kann langfristig zu einer Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems beitragen.
Verbesserung der Blutdruckregulation
Regelmäßiges Saunieren kann bei Bluthochdruckpatienten zu einer dauerhaften Verbesserung der Blutdruckwerte führen. Eine Studie ergab, dass bei zweimaligem Saunabesuch pro Woche über einen Zeitraum von drei Monaten der Blutdruck bei Hypertonikern von 166/101 mmHg auf 143/92 mmHg gesenkt werden konnte.
| Blutdruckwerte | Vor Saunatherapie | Nach Saunatherapie |
|---|---|---|
| Systolisch | 166 mmHg | 143 mmHg |
| Diastolisch | 101 mmHg | 92 mmHg |
Auch bei Patienten mit Herz-Kreislauferkrankungen wurde eine vergleichbare Blutdrucksenkung von 162/110 mmHg auf 139/92 mmHg erzielt, die sogar noch nach drei Jahren nachweisbar war. Als wesentlicher Faktor für die blutdrucksenkende Wirkung des Saunierens wird eine funktionelle Verbesserung des Endothels, der Innenschicht der arteriellen Gefäße, angenommen.
Ähnlich wie bei regelmäßigem Ausdauertraining kann sich durch Saunagänge auch die Regulation der Stresshormone günstig verändern, was sich positiv auf den Blutdruck auswirkt.
Insgesamt kann regelmäßiges Saunieren bei gut eingestelltem Bluthochdruck eine positive Langzeitwirkung auf die Blutdruckregulation haben. Dennoch solltest du vor Beginn einer Saunatherapie unbedingt Rücksprache mit deinem behandelnden Arzt halten und deine individuelle Belastbarkeit überprüfen lassen.
Risiken des Saunierens bei Bluthochdruck
Obwohl das Saunieren bei Bluthochdruck unter bestimmten Voraussetzungen vorteilhaft sein kann, birgt es auch einige Risiken, die es zu beachten gilt. Insbesondere die erhöhte Herz-Kreislauf-Belastung während des Saunagangs und potenzielle Herzbeschwerden bei falscher Anwendung sollten berücksichtigt werden.

Akuter Blutdruckanstieg während des Saunagangs
Während eines Saunaaufenthalts kommt es zunächst zu einem vorübergehenden Blutdruckanstieg aufgrund der Hitzeeinwirkung und der erhöhten Herzfrequenz. Der systolische Blutdruck steigt mit zunehmender Aufenthaltsdauer in der Sauna an, während der diastolische Wert nach einem anfänglichen Anstieg meist konstant bleibt. Für Menschen mit Bluthochdruck ist es wichtig, diese zusätzliche Belastung des Herz-Kreislauf-Systems zu berücksichtigen und die Saunabedingungen entsprechend anzupassen.
| Aufenthaltsdauer | Herzfrequenz | Blutdruckänderung |
|---|---|---|
| 5 Minuten | Leichter Anstieg | Geringer Anstieg |
| 10 Minuten | Mittlerer Anstieg | Moderater Anstieg |
| 15 Minuten | Starker Anstieg (ähnlich sportlicher Belastung) | Deutlicher Anstieg |
Um die Herz-Kreislauf-Belastung in Grenzen zu halten, sollten Einsteiger langsam beginnen und die Saunadauer schrittweise steigern. Auch erfahrene Saunagänger mit Bluthochdruck sollten die Aufenthaltsdauer auf maximal 20 Minuten begrenzen.
Potenzielle Herzbeschwerden bei falscher Anwendung
Eine zu schnelle und radikale Abkühlung nach dem Saunagang, beispielsweise durch kalte Güsse oder Tauchbäder, kann bei Bluthochdruckpatienten zu einer plötzlichen Gefäßverengung und einem starken Blutdruckanstieg führen. Dies kann insbesondere bei Menschen mit Herzkranzgefäß-Erkrankungen Herzbeschwerden hervorrufen. Daher ist es wichtig, die Abkühlungsphase langsam und kontrolliert zu gestalten.
Das langsame und kontrollierte Abkühlen an der Luft oder durch eine lauwarme Dusche wird für Menschen mit hohem Blutdruck empfohlen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Saunieren bei Bluthochdruck zwar mit gewissen Risiken verbunden ist, diese aber durch eine angepasste Anwendung und Rücksprache mit dem behandelnden Arzt minimiert werden können. So kannst du auch mit Bluthochdruck die positiven Effekte des Saunierens genießen.
Wichtige Vorsichtsmaßnahmen für Bluthochdruckpatienten
Wenn du an Bluthochdruck leidest und die wohltuenden Wirkungen der Sauna genießen möchtest, ist es unerlässlich, einige wichtige Vorsichtsmaßnahmen zu beachten. Bevor du dich in die wohlige Wärme begibst, solltest du unbedingt das Gespräch mit deinem behandelnden Arzt suchen. Er kann deine individuelle Belastbarkeit einschätzen und dir wertvolle Tipps geben, wie du die Sauna sicher nutzen kannst.
Eine sinnvolle Untersuchung vor dem ersten Saunagang ist das Belastungs-EKG. Es hilft dabei, mögliche Risiken wie einen Sauerstoffmangel am Herzen frühzeitig zu erkennen und auszuschließen. So kannst du beruhigt in die Sauna gehen und die entspannende Atmosphäre in vollen Zügen genießen.
Auch die Wahl der richtigen Saunabedingungen spielt eine entscheidende Rolle. Als Einsteiger empfiehlt es sich, mit niedrigeren Temperaturen und einer höheren Luftfeuchtigkeit zu beginnen. Steigere die Aufenthaltsdauer in der Sauna langsam und höre auf dein Körpergefühl. Studien zeigen, dass kürzere Saunagänge mit Pausen für Menschen mit Bluthochdruck besonders geeignet sind.
| Empfehlung | Beschreibung |
|---|---|
| Häufigkeit | 2-3 Saunagänge pro Woche |
| Temperatur | Niedrigere Temperaturen bevorzugen (ca. 60°C) |
| Luftfeuchtigkeit | Höhere Luftfeuchtigkeit wählen |
| Aufenthaltsdauer | Langsam steigern, auf Körpergefühl achten |
Nach dem Schwitzen ist eine kontrollierte Abkühlung das A und O. Vermeide es, deinen erhitzten Körper mit kalten Güssen oder Tauchbädern zu schocken. Stattdessen solltest du dich langsam und behutsam an der frischen Luft oder mit lauwarmem Wasser abkühlen. Gönne dir zwischen den Saunagängen ausreichend Ruhe, damit sich dein Kreislauf stabilisieren kann.
Eine finnische Studie von 2017 ergab, dass regelmäßige Saunagänge (zwei- bis siebenmal pro Woche) das Risiko, Bluthochdruck zu entwickeln, um 45 Prozent senken können.
Mit der richtigen Vorbereitung und einer Portion Achtsamkeit kannst du als Bluthochdruckpatient die Sauna als wertvolles Instrument für deine Gesundheit nutzen. Die regelmäßige Anwendung kann langfristig zu einem stabileren Blutdruck beitragen und dein allgemeines Wohlbefinden steigern.
Richtiges Verhalten vor dem Saunagang
Bevor du als Bluthochdruckpatient das erste Mal die Sauna besuchst, ist es unerlässlich, dass du das Gespräch mit deinem behandelnden Arzt suchst. Er kann dir wertvolle individuelle Empfehlungen geben und eventuelle Einschränkungen aussprechen, falls dein Blutdruck noch nicht optimal eingestellt ist oder andere Vorerkrankungen bestehen. Die ärztliche Einschätzung deiner persönlichen Belastbarkeit spielt eine entscheidende Rolle, um mögliche Risiken beim Saunieren zu minimieren.
Rücksprache mit dem behandelnden Arzt
Im Rahmen des Arztgesprächs wird dein Mediziner deine aktuelle Medikation überprüfen und gegebenenfalls Anpassungen vornehmen. Blutdrucksenker wie Betablocker oder ACE-Hemmer können die Reaktion des Herz-Kreislauf-Systems auf die Hitzebelastung in der Sauna beeinflussen. Dein Arzt wird dies bei seinen Empfehlungen berücksichtigen.
Neben der medikamentösen Einstellung ist auch dein allgemeiner Gesundheitszustand relevant. Bestehen neben dem Bluthochdruck weitere Erkrankungen wie koronare Herzkrankheit, Herzinsuffizienz oder Herzrhythmusstörungen, kann dies den Saunabesuch einschränken oder sogar ausschließen. Dein Arzt wird dies individuell beurteilen und mit dir besprechen.
Überprüfung der Belastbarkeit durch ein Belastungs-EKG
Um einzuschätzen, ob dein Herz-Kreislauf-System den Anforderungen eines Saunagangs gewachsen ist, kann ein Belastungs-EKG aufschlussreich sein. Diese Untersuchung ist besonders sinnvoll, wenn du lange keinen Sport getrieben hast oder unter Vorerkrankungen leidest. Das Belastungs-EKG gibt Auskunft über deine Leistungsfähigkeit und eventuelle Durchblutungsstörungen des Herzens.
Für die Saunatauglichkeit solltest du eine beschwerdefreie Belastbarkeit von mindestens 50 bis 75 Watt aufweisen. Dies entspricht in etwa einem zügigen Spaziergang. Bei einem Saunagang von 70 bis 80 Grad Celsius über 15 bis 20 Minuten steigt die Herzleistung um bis zu 80 Prozent an. Daher ist es wichtig, dass dein Herz-Kreislauf-System dieser Belastung standhalten kann.
Ein entscheidendes Kriterium für die Saunatauglichkeit bei Bluthochdruck ist eine beschwerdefreie Belastbarkeit von mindestens 1 Watt pro Kilogramm Körpergewicht, was durch ein Belastungs-EKG überprüft werden kann.
Zeigt das Belastungs-EKG keine Auffälligkeiten und gibt dein Arzt grünes Licht, steht dem ersten vorsichtigen Saunaversuch nichts im Wege. Beginne mit niedrigen Temperaturen und kurzen Saunazeiten und taste dich langsam heran. Höre auf deinen Körper und brich den Saunagang ab, wenn du dich unwohl fühlst.
Anpassung der Saunabedingungen
Wenn du unter Bluthochdruck leidest und dennoch die wohltuenden Effekte des Saunierens genießen möchtest, ist es wichtig, die Saunabedingungen an deine Bedürfnisse anzupassen. Hierbei spielen vor allem die Saunatemperatur, die Luftfeuchtigkeit und die Aufenthaltsdauer eine entscheidende Rolle.
Wahl der richtigen Saunatemperatur und -feuchtigkeit
Für Bluthochdruckpatienten empfehlen sich mildere Saunabedingungen als für Gesunde. Bio- oder Dampfsaunen mit Temperaturen zwischen 45 und 60 Grad Celsius und einer höheren Luftfeuchtigkeit sind besser geeignet als die klassische finnische Sauna mit Temperaturen von 80 bis 100 Grad Celsius und sehr trockener Luft. So kann sich dein Körper langsam an die Belastung gewöhnen und du vermeidest einen zu starken Anstieg des Blutdrucks während des Saunagangs.
| Saunatyp | Temperatur | Luftfeuchtigkeit |
|---|---|---|
| Bio-Sauna | 45-60°C | 40-55% |
| Dampfsauna | 45-50°C | 100% |
| Finnische Sauna | 80-100°C | 10-20% |
Optimale Aufenthaltsdauer für Einsteiger und Fortgeschrittene
Auch bei der Aufenthaltsdauer in der Sauna solltest du als Bluthochdruckpatient vorsichtig sein und langsam steigern. Für Saunaneulinge empfehlen sich zunächst nur wenige Minuten, maximal drei bis fünf. Bei guter Verträglichkeit kannst du die Dauer nach und nach erhöhen, solltest aber immer auf deinen Körper hören und bei Unwohlsein die Sauna sofort verlassen.
Saunaneulinge oder chronisch kranke Personen sollten anfangs in Saunen mit Temperaturen zwischen 45 und 60 Grad Celsius und höherer Luftfeuchtigkeit gehen und zunächst nur drei bis fünf Minuten bleiben.
Wichtig sind außerdem ausreichende Ruhepausen zwischen den einzelnen Saunagängen, um deinen Kreislauf zu stabilisieren. Trinke während dieser Pausen genügend Wasser oder Tee, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen.
Durch eine schrittweise Anpassung der Saunabedingungen an deine individuellen Bedürfnisse als Bluthochdruckpatient kannst du die positiven Effekte des Saunierens auf dein Herz-Kreislauf-System optimal nutzen und gleichzeitig mögliche Risiken minimieren.
Korrekte Abkühlungsphase nach dem Saunagang
Nach einem wohltuenden Saunagang ist die richtige Abkühlung von großer Bedeutung, insbesondere für Menschen mit Bluthochdruck. Die Abkühlungsphase trägt dazu bei, den Kreislauf zu stabilisieren und eine übermäßige Belastung des Herz-Kreislauf-Systems zu vermeiden. Durch eine kontrollierte Abkühlung kann der Blutdruck sanft reguliert werden, ohne abrupte Schwankungen zu verursachen.
Vermeidung von kalten Güssen oder Tauchbädern
Bluthochdruckpatienten sollten nach dem Saunieren auf kalte Güsse oder Tauchbäder verzichten. Ein plötzlicher Kältereiz kann zu einer raschen Verengung der Blutgefäße führen, was einen sprunghaften Anstieg des Blutdrucks zur Folge haben kann. Stattdessen empfiehlt es sich, den Körper langsam und kontrolliert abkühlen zu lassen, um eine sanfte Blutdruckregulation zu unterstützen.
Langsames und kontrolliertes Abkühlen an der Luft oder mit lauwarmem Wasser
Eine schonende Methode zur Abkühlung nach dem Saunagang ist das langsame Abkühlen an der frischen Luft. Verbringe einige Minuten in einem kühlen Raum oder im Freien, um deinem Körper die Möglichkeit zu geben, sich allmählich an die niedrigeren Temperaturen anzupassen. Alternativ kannst du auch eine lauwarme Dusche nehmen, die den Körper sanft herunterkühlt, ohne den Blutdruck in die Höhe schnellen zu lassen.
| Abkühlungsmethode | Empfehlung für Bluthochdruckpatienten |
|---|---|
| Kalte Güsse oder Tauchbäder | Vermeiden, da sie zu einem abrupten Blutdruckanstieg führen können |
| Langsames Abkühlen an der Luft | Empfohlen, um den Körper sanft an die niedrigeren Temperaturen anzupassen |
| Lauwarme Dusche | Geeignet, um den Körper schonend herunterzukühlen ohne den Blutdruck stark zu beeinflussen |
Achte während der Abkühlungsphase darauf, deinem Körper ausreichend Zeit zu geben, um sich zu regulieren. Eine Dauer von 5 bis 15 Minuten wird meist als angenehm empfunden. Im Anschluss an die Abkühlung solltest du dir eine Ruhepause von 15 bis 30 Minuten gönnen, in der du deinem Kreislauf die Möglichkeit gibst, sich vollständig zu stabilisieren. Durch regelmäßiges Saunieren und eine bewusste Abkühlungsphase kannst du langfristig deine Blutdruckwerte verbessern und dein allgemeines Wohlbefinden steigern.
Bedeutung ausreichender Ruhephasen
Für Menschen mit Bluthochdruck ist es beim Saunieren besonders wichtig, auf ausreichende Ruhephasen zwischen den einzelnen Saunagängen zu achten. Diese Pausen ermöglichen es dem Körper, sich zu erholen und den Blutdruck wieder zu regulieren. Als Faustregel gilt, dass die Ruhephase mindestens so lange dauern sollte wie der vorangegangene Saunagang. Während dieser Zeit kannst du dich entspannen und deinem Körper die Möglichkeit geben, den Blutdruck langsam wieder auf ein normales Niveau zu senken.
Experten empfehlen, die Ruhephase zwischen den Saunagängen auf 30 bis 45 Minuten auszudehnen, um den Körper optimal zu entspannen. In dieser Zeit ist es auch wichtig, ausreichend zu trinken, um den Flüssigkeitsverlust durch das Schwitzen auszugleichen. Wähle am besten Wasser oder ungesüßte Tees, um deinen Körper zu hydratieren.
Die Ruhephase zwischen den Saunagängen sollte in der Regel 30 bis 45 Minuten dauern, um den Körper zu entspannen.
Beachte, dass Menschen mit Bluthochdruck nach dem Saunagang auf das Tauchbad verzichten sollten, da dies zu einer starken Belastung des Kreislaufs führen kann. Stattdessen ist es ratsam, langsam und kontrolliert an der Luft oder mit lauwarmem Wasser abzukühlen.
| Empfohlene Anzahl der Saunagänge | Ruhephasen zwischen den Gängen |
|---|---|
| 1x pro Woche = 3 Gänge | 30-45 Minuten |
| 2x pro Woche = 2 Gänge | 30-45 Minuten |
| Täglich = 1 Gang | 30-45 Minuten |
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ausreichende Ruhephasen beim Saunieren für Menschen mit Bluthochdruck unverzichtbar sind. Sie tragen dazu bei, den Kreislauf zu stabilisieren und den Blutdruck zu regulieren. Höre immer auf dein eigenes Körperempfinden und gönne dir die nötige Erholung zwischen den Saunagängen, um mögliche Schädigungen zu vermeiden.
Sauna bei Bluthochdruck: Langfristige Effekte
Regelmäßiges Saunieren kann sich langfristig positiv auf den Blutdruck auswirken und somit zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen beitragen. Studien zeigen, dass die Blutdruckwerte durch häufige Saunabesuche dauerhaft gesenkt werden können.
Dauerhafte Verbesserung der Blutdruckwerte durch regelmäßiges Saunieren
Eine Studie untersuchte die Auswirkungen von regelmäßigem Saunieren über einen Zeitraum von drei Monaten bei Patienten mit Bluthochdruck. Die Teilnehmer besuchten zweimal wöchentlich die Sauna, was zu einer signifikanten Senkung des systolischen Blutdrucks um 23 mmHg und des diastolischen Blutdrucks um 9 mmHg führte. Diese positive Veränderung hielt auch nach Beendigung der Studie an, was auf einen nachhaltigen Effekt hinweist.
Ähnliche Ergebnisse konnten auch bei Patienten mit Herz-Kreislauferkrankungen beobachtet werden. In einer Langzeitstudie über drei Jahre zeigte sich eine Blutdrucksenkung von durchschnittlich 162/110 mmHg auf 139/92 mmHg durch regelmäßige Saunabesuche.
Positive Veränderungen der Gefäßfunktion und Stresshormonregulation
Die blutdrucksenkende Wirkung des Saunierens wird auf verschiedene Mechanismen zurückgeführt. Zum einen verbessert die Hitzeexposition die Funktion der Gefäßinnenschicht, auch als Endothelfunktion bezeichnet. Vergleichbare Effekte lassen sich durch regelmäßiges Ausdauertraining erzielen.
Zum anderen beeinflusst das Saunieren die Regulation der Stresshormone positiv. Während eines Saunagangs erhöht sich zwar zunächst die Ausschüttung von Stresshormonen und die Herzfrequenz steigt um etwa 50% an, langfristig trägt die Wärmebehandlung jedoch zu einer ausgeglicheneren Stresshormonregulation bei. Dies wirkt sich wiederum günstig auf den Blutdruck aus.
Eine kanadische Studie mit zehn älteren Patienten mit leicht erhöhtem Blutdruck zeigte, dass bereits ein einmaliges Saunabad eine kurzfristige Regulierung der autonomen Kontrolle des kardiovaskulären Systems bewirken kann.
Insgesamt profitieren Herz und Kreislauf also nachhaltig von den Langzeiteffekten des Saunierens. Bei individueller Verträglichkeit und unter Berücksichtigung der persönlichen gesundheitlichen Situation kann regelmäßiges Saunieren eine wertvolle Ergänzung zu einem blutdruckoptimierenden Lebensstil darstellen.
Kontraindikationen: Wann sollte man auf die Sauna verzichten?
Obwohl regelmäßige Saunabesuche bei Bluthochdruck durchaus positive Effekte haben können, gibt es auch Situationen, in denen du besser auf die Sauna verzichten solltest. Insbesondere wenn dein Blutdruck nicht gut eingestellt ist und Werte über 180/110 mmHg aufweist oder du unter wiederholten hypertensiven Krisen mit Blutdruckspitzen über 220/120 mmHg leidest, ist von einem Saunagang abzuraten. Auch bei einer akuten Herzschwäche, instabiler Angina Pectoris mit wechselnden Brustschmerzen oder anderen schweren Herzerkrankungen solltest du die Sauna meiden, da die Belastung für dein Herz-Kreislauf-System zu groß sein kann.
Darüber hinaus gibt es weitere Kontraindikationen, die gegen einen Saunabesuch sprechen:
- Akute Infektionen oder bakterielle und virale Erkrankungen
- Schwere Atemwegserkrankungen wie Asthma oder chronische Bronchitis
- Hauterkrankungen wie Hautentzündungen, Ekzeme oder offene Wunden
- Nierenerkrankungen wie Niereninsuffizienz oder Nierensteine
- Rheumatische Erkrankungen wie Rheuma oder Gicht bei akuten Beschwerden
- Schwangerschaft aufgrund des Risikos einer Überhitzung
Im Zweifel solltest du immer deinen behandelnden Arzt zu Rate ziehen, bevor du mit Bluthochdruck die Sauna besuchst. Er kann deine individuelle Situation am besten einschätzen und dir wertvolle Ratschläge geben.
Beachte außerdem, dass die Einnahme von blutdrucksenkenden Medikamenten in Kombination mit der Saunahitze zu einer verstärkten Blutdrucksenkung führen kann. Hier ist ebenfalls Vorsicht geboten. Generell gilt: Höre auf deinen Körper und beende den Saunagang, wenn du dich unwohl fühlst oder Symptome wie Schwindel, Kopfschmerzen oder Herzklopfen auftreten.
| Kontraindikation | Empfehlung |
|---|---|
| Schlecht eingestellter Blutdruck (> 180/110 mmHg) | Saunagänge vermeiden |
| Wiederholte hypertensive Krisen (> 220/120 mmHg) | Saunagänge vermeiden |
| Akute Herzschwäche | Saunagänge vermeiden |
| Instabile Angina Pectoris | Saunagänge vermeiden |
| Schwere Herzerkrankungen | Rücksprache mit Arzt |
| Akute Infektionen | Saunagänge vermeiden |
| Schwere Atemwegserkrankungen | Rücksprache mit Arzt |
| Hauterkrankungen | Saunagänge vermeiden |
| Nierenerkrankungen | Rücksprache mit Arzt |
| Akute rheumatische Beschwerden | Saunagänge vermeiden |
| Schwangerschaft | Saunagänge vermeiden |
Alternative Wärmebehandlungen für Bluthochdruckpatienten
Für Personen mit Bluthochdruck, die empfindlich auf die hohen Temperaturen einer klassischen finnischen Sauna reagieren, gibt es eine sanftere Alternative: die Infrarotsauna. Diese spezielle Saunaform arbeitet mit niedrigeren Temperaturen zwischen 40 und 60 Grad Celsius, was den Kreislauf weniger belastet und somit auch für Bluthochdruckpatienten geeignet ist.
Infrarotsauna als schonendere Option
Trotz der moderateren Temperaturen in der Infrarotsauna profitierst du dennoch von den positiven Effekten einer Wärmebehandlung. Dein Körper wird angenehm erwärmt, der Stoffwechsel angeregt und die Durchblutung verbessert. Studien zeigen, dass regelmäßige Saunagänge in einer Infrarotsauna dazu beitragen können, den Blutdruck langfristig zu senken und das Herz-Kreislauf-System zu stärken.
Im Gegensatz zur finnischen Sauna ist die Infrarotsauna auch für Einsteiger und Menschen mit empfindlichem Kreislauf gut geeignet. Die sanfte Wärme wird von vielen als angenehmer empfunden und ermöglicht längere Aufenthaltszeiten. Dennoch solltest du auch bei der Infrarotsauna einige Vorsichtsmaßnahmen beachten, wie beispielsweise ausreichende Flüssigkeitszufuhr, langsames Aufwärmen und Abkühlen sowie regelmäßige Pausen. Sprich am besten mit deinem behandelnden Arzt, um die für dich optimale Form der Wärmebehandlung bei Bluthochdruck zu finden.
